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Arbeitsplatz

Um ihren umfassenden Aufträgen nach §14ff Sozialgesetzbuch VII nachzukommen, erlassen die Unfallversicherungsträger spezielle Unfallverhütungsvorschriften (UVVen). Unterhalb dieser Vorschriftenebene haben die Unfallversicherungsträger zudem ein umfassendes Regelwerk (Regeln, Informationen und Grundsätze) zur Unterstützung der Unternehmer und Versicherten bei der Wahrnehmung ihrer Pflichten im Bereich Sicherheit und Gesundheits-schutz erarbeitet.

Mit der DGUV-Vorschrift 16 "Elektromagnetische Felder" bzw. den dazugehörigen Durchführungsregeln 103-014 "Elektromagnetische Felder" der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung existieren bei den deutschen Unfallversicherungsträgern auch Vorschriften und Empfehlungen bezüglich des Personenschutzes in elektromagnetischen Feldern am Arbeitsplatz. Diese werden gleichermaßen auch von der Berufsgenossenschaft für Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) für Arbeitsplätze in ihrem Zuständigkeitsbereich angewendet (alte Bezeichnungen der Vorschriften bzw. Regeln der Berufsgenossenschaft: BGV-B11 bzw. BGR B11).


Seit November 2016 ist der Schutz von Arbeitnehmern vor elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern durch die "Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder (Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern - EMFV)" auch gesetzlich geregelt. Da aktuell jedoch noch die Durchführungshinweise für diese Verordnung fehlen, wird derzeit in der Praxis die Bewertung der Exposition von Arbeitnehmern noch durch Anwendung der Vorgaben der gesetzlichen Unfallversicherung durchgeführt. Dennoch wird in diesem Gutachten die Bewertung der gemessenen Hochfrequenzfelder nicht nur die nach der DGUV 16 vorgenommen sondern es findet zusätzlich bereits auch ein Vergleich mit den Grenzwerten der neuen EMF-Verordnung statt.

Auch nach EMF-V existieren für die berufliche Exposition Schwellwerte ("Auslöseschwellen"), bei deren Einhaltung ein zeitlich unbegrenzter Aufenthalt für Arbeitnehmer zulässig ist. Im Unterschied zu DGUV 16 sieht die EMF-V für den hier relevanten Frequenzbereich eine zweifache Bewertung der gemessenen Felder vor:

Für Frequenzen bis 10 MHz ist nach EMF-V eine Bewertung der vorhandenen Immission bezüglich der Reizwirkung elektrischer und magnetischer Felder auf Körper- und Nervenzellen durchzuführen. Hier hat die Verordnung entsprechende Auslöseschwellen festgelegt, wobei bei gleichzeitigem Vorhandensein mehrerer Immissionen mit verschiedenen Frequenzen eine lineare Summation der einzelnen Grenzwertausschöpfungen vorgenommen werden muss.

Für Sie als Anlagenhersteller oder Arbeitgeber überprüft das Prüfzentrum Ihre Einrichtungen bzw. den potentiellen Arbeitsplatz durch  Messungen und EM-Feldsimulationen, um  die erforderliche Sicherheit zu gewährleisten.

Im Einzelnen sind dies:
  • Messung und Bewertung von elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern im Hinblick auf die EMF-V, bzw. DGUV 16 (BGV/BGR B11).
  • Berechnung und Bewertung von elektromagnetischen Feldern und Stromdichten in Menschen durch Maschinen und Anlagen zur Erstellung von Sicherheitskonzepten bzw. zur Konstruktion.
  • Durchführung von wissenschaftlich-technischen Studien und Untersuchungen zu elektromagnetischen Feldern.
  • Beratung zu Sicherheitsaspekten von Personen in elektromagnetischen Feldern.